
Immer groß denken:
Ein Balzac/Dickens /Zola
für das 21. Jahrhundert
»Sex und Sozialkritik« ist die Geschichte von Julien, dem Glücksritter und hero with flaws, für den es eigentlich gut läuft – bis er drei Entscheidungen trifft und damit eine Kettenreaktion auslöst, die nicht nur sein Leben unwiederruflich verändert, sondern auch das der Menschen, die ihm begegnen.
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Sechs Menschen, sechs Perspektiven, sechs Stimmen: Die dialog- und temporeich erzählten Romane enthalten alles, was eine Trilogie, die »Sex und Sozialkritik« heißt, braucht: Drama und dokumentarische Härte, Phantasie und Pedanterie, Humor und himmelschreiende Ungerechtigkeit, Kitsch und Klamauk, Lust in all ihren Spielarten – und ein Cliffhanger jagt den nächsten …
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Worum geht’s?
Julien hat es geschafft: Er ist von ganz unten zum preisgekrönten Gestalter aufgestiegen, trotz fehlender Bildung und sichtbarer Migrationsgeschichte. Zwischen Appartement mit Elbblick und Agentur am Neuen Wall führt er ein Leben in Wohlstand und Erfolg. Nun öffnet sich für ihn auch das Tor zu Hamburgs besserer Gesellschaft. Julien befreundet sich mit der bildungsbürgerlichen Harriet, Texterin aus Langeweile. Sie kann von ihrem Erbe gut leben, aber eigentlich möchte sie lieber die Welt retten, wenn sie nur wüsste, wie? Und er begegnet ihrem Freund Thies, vielbegehrter Thronfolger eines Traditionsunternehmens in fünfter Generation, der sich nicht nur für Juliens Arbeit zu interessieren scheint.
Währenddessen fristet die arbeitslose Elli ein perspektivloses Dasein, kein Mensch hat sich je für sie interessiert, sogar das Jobcenter zahlt ihr Geld, ohne sie jemals eingeladen zu haben. In der Behörde führt Henning ein strenges Regiment; seit Jahr und Tag wartet der von sechzehn Dienstaufsichtsbeschwerden gekrönte Arbeitsvermittler auf seine fünf Minuten Ruhm. Er ist nicht nur eine Plage für die Arbeitslosen, sondern auch für Kollegen wie Datenqualitätsmanager Siegfried. Der verzweifelt an der Ungerechtigkeit von Hartz Vier und steht kurz vor dem gähnenden Abgrund der Depression; nur der gut dotierte Job im gehobenen Dienst hält den alleinerziehenden Vater noch im Jobcenter.
Für die einen läuft es gut, für die anderen so wie immer, und es würde immer so weitergehen, wäre da nicht eine Mail, die doch noch aus dem Spam gerettet wird; die Erfahrung, einmal in das Leben der anderen einzutauchen – und der Sex, der keine Klassenschranken kennt. Plötzlich tut keine*r mehr das, was sie oder er soll, alles gerät außer Kontrolle, und das ist erst der Anfang, denn bald erkennt jede*r: So oder so, alles muss sich ändern …
Eine Gesellschaft vor dem Umbruch
»Sex und Sozialkritik« ist ein breit angelegtes Panorama der bürgerlichen Mitte, angesiedelt im Hamburg des ersten »Jahrhundertsommers« 2018, als Die Mannschaft ihren Weltmeistertitel verteidigen wollte, das Bürgergeld noch Hartz Vier hieß und die Kanzlerin Angela Merkel: Ein historischer Roman aus der Zeit vor dem großen gesellschaftlichen Umbruch durch Pandemie, Kriege und Inflation.
Die Geschichte der sechs Menschen, in deren Leben wir eintauchen, erzählt von Alltagsrassismus und Klassendünkel, verstaubten Geschlechterrollen und Homophobie, aber auch von ungeahnten Möglichkeiten, plötzlichen Chancen, mutigen Entscheidungen und unverbrüchlicher Liebe – eine Geschichte, in der an jeder Ecke die Hoffnung blüht. So vieles hat sich in den letzten sieben Jahren verändert, die Welt ist nicht mehr dieselbe. Nach dem immer offener werdenden Klima der ersten Jahre des 21. Jahrhunderts scheint es gerade jetzt so, als bewegten wir uns rückwärts. Deshalb gilt noch immer und mehr denn je: Eine bessere Welt ist möglich!